Parkett

Parkettboden verlegen - Teil 1

Tipps zum Parkett verlegen


Parkett verlegen


Profi-Tipp
: Mengenberechnung

Umfestzustellen, wie viel Material Sie brauchen, berechnen Sie die Fläche des Raumes plus zehn Prozent Verschnitt, bei diagonaler Verlegung plus 15 Prozent. Beispiel: Das Zimmer misst 4 Meter in der Länge und 3 Meter in der Breite. Grundfläche: 4 × 3 = 12m2. Benötigtes Material: 12 m2 plus 10 Prozent = 13,2 m2. Wie viel Quadratmeter Material in einem Paket zusammengepackt sind, ist auf den Produktpackungen angegeben (ca. 1,5 bis 2,5 m2/Pkg.).

Um ganz sicherzugehen, addieren Sie zwei Raumbreiten und zwei Raumlängen, in unserem Beispiel 2 × 4 + 2 × 3 = 14 m2. Dann haben Sie auf jeden Fall genügend Material, auch bei diagonaler Verlegerichtung.


Profi-Tipp
: Transport und Lagerung

Parkett- und Laminatböden sollten immer in den Originalverpackungen transportiert und liegend gelagert werden, um Beeinträchtigungen durch Licht (UV-Licht bedingt Farbveränderungen), Feuchtigkeit sowie mechanische Beschädigung zu vermeiden. Mit der Verlegung sollte erst begonnen werden, wenn die Bodendielen in den ungeöffneten (!) Packungen mindestens drei Tage bei Raumtemperatur im Verlegeraum akklimatisiert wurden. Insbesondere in Neubauten ist diese Akklimatisierung unbedingt einzuhalten, da hier meistens sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.




Beim Verlegen eines Fertigparkettbodens sollte man sich an folgende Vorgehensweise halten:



Untergrund
vorbereiten


Der Untergrund muss eben, trocken, sauber und tragfähig sein. Die Verlegung des neuen Bodens kann auch auf bestehenden PVC-Belägen, Linoleum, Kork- oder Holzböden durchgeführt werden, wenn sie diesen Anforderungen entsprechen.

Alte Teppichbeläge sollten aber grundsätzlich entfernt werden, aufgrund von Hygiene und Vermeidung von Unebenheiten. Bei langflorigen Teppichen könnte es zudem passieren, dass beim Betreten des Laminat- oder Parkettbodens die Nut-Feder Verbindungen auf Grund des zu weichen Untergrundes brechen. Fest verklebte Beläge schneiden Sie mit einem Teppichmesser in etwa 50 Zentimeter breite Streifen. Diese ziehen Sie vom Untergrund ab. Reste entfernen Sie mit einer Spachtel. Zur Entfernung von hartnäckig haftenden Belägen gibt es sogenannte Teppichstripper (Im Geräteverleih nachfragen!). Dabei handelt es sich um eine elektromechanische Spachtel, mit der die Rückstände rasch abgeschabt werden können, ohne die darunterliegende Fußbodenschicht zu beschädigen.

Überprüfen Sie den ganzen Raum mit einer langen Richtlatte. Lose oder knarrende Dielen eines Holzbodens müssen durch Nachschrauben oder Annageln fixiert werden. Bei Unebenheiten im Estrich ab zwei Millimeter Niveaudifferenz ist ein Ausgleich mit Nivelliermasse erforderlich. Stark erhabene Stellen schleifen oder fräsen Sie am besten ab. (Bild 1)






Trittschalldämmung (schwimmender Estrich) und Dampfbremse

Es gibt effektive Dämpfungsmaßnahmen, die in den oberen Bodenschichten wirksam werden. Dazu zählen die Verlegung eines schwimmenden Estrichs, der an keiner Stelle direkt auf der Unterkonstruktion und den umgebenden Wänden aufliegen darf. Weiters ist die Einbringung schalldämmender Stoffe notwendig (z.B. Karton, Holzfaser, PE-Schaum, Kork, etc.). Diese werden meist in Rollenform angeboten. Die Trittschalldämmung wird parallel zur Verlegerichtung der Bodendielen ausgelegt. (Bild 2)

Da der Unterboden eine andere Ausgleichsfeuchte als Holzböden hat, muss – um Feuchtigkeitsschäden (z. B. Aufstellen der Dielenkanten) zu vermeiden – eine Dampfbremse aus PE-Folie verlegt werden. Diese sollte an der Wand ca. 2 cm hochstehen und an den Stößen ca. 30 cm überlappen (Bahnen miteinander verkleben!).

Profi-Tipp: Restfeuchtigkeit bei Estrich

Holz verändert seine Form unter dem Einfluss von Feuchtigkeit. Bei frischem Estrich darf daher das Parkett noch nicht verlegt werden. Ob Restfeuchte vorhanden ist, prüfen Sie mit einem Stück Folie, das Sie mit Klebeband auf dem Boden anheften und ca. 48 Stunden dort lassen. Bildet sich unter der Folie Kondenswasser, müssen Sie mit der Verlegung noch etwas warten. Faustregel: Nach vier Wochen sind die obersten vier Zentimeter des Estrichs trocken, der fünfte braucht zwei weitere Wochen, der sechste Zentimeter drei weitere usw.






Parkett verlegen und verleimen


Die nachfolgende Verlegeanleitung gilt für Parkett und Laminat gleichermaßen. Zu den benötigten Hilfsmitteln zählen: Schlagklotz, Keile, Zugeisen, Metallspachtel, eventuell Kunstharzleim, Hammer, Bleistift und eine feinzahnige Säge. Bedenken Sie auch, dass durch die Arbeiten am Boden Ihre Knie arg strapaziert werden. Um die Belastung zu vermindern, haben sich gepolsterte Knieschützer bewährt. (Bild 3)

Legen Sie sich die Bodenpaneele gemischt aus verschiedenen Packungen zurecht. Etwaige geringfügige Farbdifferenzen fallen so nicht auf. Beginnen Sie in einer der hinteren Raumecken und verlegen sie die Dielen parallel zum Lichteinfall. (Bild 4)

Die erste Reihe mit der Nutseite zur Wand verlegen! Umlaufend sollten Sie einen Wandabstand (Dehnungsfuge) von 10 bis 15 Millimetern einhalten. Daher immer Abstandsklötze (Keile) verwenden. Bei ungleichmäßigen Wänden muss die erste Dielenreihe an das Wandprofil angepasst und entsprechend zurechtgeschnitten werden. Verlegen Sie zuerst zwei bis drei Reihen. Kontrollieren Sie dann, ob alles gerade bzw. im richtigen Winkel ist, andernfalls nachkorrigieren. (Bild 5, 6 + 7)

Je nach System und Beanspruchung können Sie anschließend verleimen. Wir empfehlen in stark strapazierten Bereichen (z. B. Küche und Eingangszone) wegen der hier häufig notwendigen Reinigung auch Klicksysteme zu verleimen! Nachdem Sie die Längsnut an der oberen Innenseite mit Leim eingestrichen haben (entfällt bei Klick-Systemen), können Sie das nächste Element mit Hammer und Schlagholz anfügen. Hervorquellenden Leim immer gleich mit einem sauberen feuchten Tuch und sauberem Wasser entfernen! (Bilder 8 + 9)





Parkettboden verlegen - Teil 2

Viel Erfolg bei Ihrem Heimwerkprojekt wünscht bauMax!

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Trittschalldämmung

Arbeitskleidung

Verlege-Richtung

Erste Reihe: Nutseite zur Wand

Dehnungsfuge und Wandprofil

Kontrolle und Korrektur

Leimen

Schlagholz


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